Über/ Sehen – Bildregime der Migration

von | 22. Mrz 2024 | Kunstvermittlung

Vom 13.10.2023 bis zum 12.11.2023 war ich Teil des dreiköpfigen Kunstvermittlungsteams der Ausstellung „Über/ Sehen – Bildregime der Migration“ des Käte Hamburger Kollegs in der cubus kunsthalle in Duisburg. Wir boten dialogische Rundgänge durch die Ausstellung an.

Hier ein Auszug aus dem Konzept: Flucht und Migration sind und waren immer und überall Teil der menschlichen Geschichte. Und doch sind es ganz bestimmte Bilder, die heute bei dem Gedanken an Migration wachgerufen werden. Bilder von Migration und Flucht sind tief im kollektiven visuellen Gedächtnis einer Gesellschaft verankert. Bilder beeinflussen die Art und Weise, wie die Welt wahrgenommen wird, sie formen Emotionen und Entscheidungen. Sie bestimmen, was visualisiert und damit legitimiert werden kann. Darum sind Bilder und Visualisierungen im Allgemeinen Teil einer Machttechnik. Welche Bilder zirkulieren in den Medien und welche gehen in das kollektive ikonische Gedächtnis ein? Welches Ziel und welche Auswirkungen haben die Visualisierungen von Migration? Sie können instrumentalisieren, viktimisieren und Raum für Selbstgefälligkeit schaffen. Aber sie können auch ermächtigend sein, den Status quo kritisieren und transformative Visionen projizieren.

Die Ausstellung Über/Sehen. Bildregime der Migration geht von der Überzeugung aus, dass Bilder von Migration und Flucht nie nur Repräsentationen sind, sondern immer in bestimmten Kontexten und mit bestimmten Absichten produziert werden. Sie werden in Archiven oder Datenbanken gespeichert, aus denen sie mehr oder weniger leicht abgerufen werden können, sie wandern und zirkulieren entlang bestimmter globaler Pfade. Eine zentrale These der Ausstellung ist, dass Bilder der Migration handeln und inszeniert werden und dadurch Möglichkeiten der Zusammenarbeit schaffen oder ausschließen. Die Ausstellung zeichnet einige dieser Wege der Produktion, der Speicherung, der Zirkulation und des Handelns nach, um unsere Sichtweisen auf Migration zu hinterfragen. Beleuchtet werden die Rolle und Mechanismen der (fotografischen wie künstlerischen) Sichtbarmachung im Kontext von Flucht und Migration und den damit einhergehenden gesellschaftlichen Entwicklungen.

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